Heimatverein on Tour vom 19.10. bis 22.10.2026 nach Husum
Der Mettinger Heimatverein startete am Montagvormittag zu einer viertägigen Fahrt Richtung Husum. Auf dem Programm standen ein Aufenthalt in Büsum, ein Besuch auf Hallig Hooge, Schleswig an der Schlei und ein Spaziergang in St. Peter-Ording.
Zu einem gemeinsamen Frühstück machten die Reisenden Pause in einem Café in Heidenau. Nach ausgiebiger Stärkung setzten sie die Reise in Richtung Büsum fort. Bei einem Spaziergang am Strand genossen die Teilnehmer noch einmal die Herbstsonne und ließen sich das erste Fischbrötchen schmecken.
Anschließend ging die Reise weiter nach Husum, wo ein Stadtrundgang auf dem Programm stand.

Obwohl Theodor Storm die Stadt 1852 in einem Gedicht als „Graue Stadt am Meer“ beschrieb, präsentiert sich das heutige Husum als lebendiger, bunter und facettenreicher Ort mit einem charmanten Binnenhafen, historischen Gassen und einer starken Verbindung zur Nordsee und zum Wattenmeer.

Am zweiten Tag erlebte die Gruppe eine Überfahrt mit dem Passagierschiff „Seeadler“ zur Hallig Hooge. Nach einer gemütlichen Kutschfahrt über die Hallig, vorbei an Warften und Wiesen, wurde im Sturmflutkino ein Film gezeigt, der die Bedrohung durch Sturmfluten für Menschen und Tiere auf der Hallig veranschaulichte.
Anschließend besichtigte die Gruppe im ehemaligen Kapitänshaus die „Gute Stube“, den sogenannten Königspesel. Dieser wurde nach dem dänischen König Friedrich VI. benannt, der 1825 während einer schweren Sturmflut auf der Hallig übernachtete. Das historische Museum zeigt originale Möbel aus dem 18. Jahrhundert, historische Deckenmalereien sowie blau-weiße niederländische Wandfliesen.
Anschließend stand noch ein Besuch der Kirchwarft-Kapelle auf dem Programm. Die Kapelle wurde 1630 errichtet und durch schwere Sturmfluten mehrfach beschädigt, aber immer wieder neu aufgebaut.
Den dritten Tag verbrachten die Reisenden in der historischen Mittelstadt Schleswig an der Schlei in Schleswig-Holstein. Sie erkundeten die ehemalige Fischersiedlung mit ihren kleinen Häusern und traditionellen Klöndören (Plaudertüren). Beeindruckend war der St.-Petri-Dom, ein 900 Jahre alter Backsteindom mit dem berühmten Brüggemann-Altar.

Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Wikingermuseum Haithabu in Busdorf. Es widmet sich der Geschichte der Wikingersiedlung Haithabu.
Am letzten Tag führte die Heimreise über den Küstenort St. Peter-Ording. Trotz des kräftigen Windes genossen die Reisenden einen Spaziergang über die 1.000 Meter lange hölzerne Seebrücke, die vom Deich über die Salzwiesen direkt zum Strand führt.

Zum Abschluss machte die Gruppe am Eidersperrwerk Halt, das zwischen 1967 und 1973 erbaut wurde. Mit seinen fünf jeweils 40 Meter breiten Sielöffnungen ist es Deutschlands größtes Küstenschutzbauwerk und schützt vor den Sturmfluten der Nordsee.
Am Abend traf die Reisegruppe in guter Stimmung und mit vielen neu gewonnenen Eindrücken wieder in ihrem Heimatort Mettingen ein.




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